Die relativ weite Fahrt nach Feldkirchen war in gewisser Weise eine Fahrt ins Unbekannte. Der TV war anfangs der Saison eines der Teams, das sich lange gut im vorderen Tabellendrittel gehalten hatte. Auch das Hinspiel war kein leichter Gang für die Männer von Trainer Hans Nietzold, auch wenn das 4:1 eine vermeintlich deutliche Sprache spricht. Auf der anderen Seite war Feldkirchen das bisher drittbeste Heimteam der Liga. Heute waren sie am Ende aber letztendlich chancenlos.

Hans konnte personell bis auf den erkrankten Hannes Gasteiger wieder aus dem Vollen schöpfen. Nachdem Verfolger Tattenhausen zwei Tage zuvor vorgelegt hatte stand man in gewisser Weise unter Druck den Sechs-Punkte-Vorsprung in der Tabelle wieder herzustellen. Dies gelang am Ende mehr als deutlich.

Es ging auch optimal für unseren TSV los. Bereits in der ersten Minute spielte sich Lars Bender wunderbar auf links frei. Seine perfekt getimte Flanke landete auf dem Kopf von Bruder Sven, der mit einem genau platzierten Kopfball gegen den Lauf des Keepers zur frühen Führung einnickte. Das beruhigte erstmal alle Brannenburger Akteure, auf und neben dem Platz. Brannenburg ließ kaum etwas anbrennen. Die Überlegenheit war spür- und sichtbar. Dennoch gelang es nicht diese Überlegenheit in Treffer umzumünzen. Gleichzeitig musste man stets auf der Hut sein, um den ein oder anderen Angriff der Hausherren, auch teils produziert durch eigene leichte Aufbaufehler, zu unterbinden. So dauerte es bis zur 27 Minute, ehe es abermals verdient klingelte. Nach einem Freistoßpfiff an der halblinken Sechszehnerkante hatte sich Sebastian „Reisi“ den Ball zurechtgelegt. Links um die Mauer herum netzte er wunderbar ins linke untere Eck zum Zwei-Tore-Vorsprung ein. Kurz darauf kam, nach einer schönen Vorlage von Lars, Max Faltner an den Ball und verwandelte, doch der Schiri erkannte ein zweifelhaftes Abseits. Dies hatte beide Jungs aber so angefixt, dass sie in der 43.Minute das gleiche nochmals versuchten, diesmal nur in anderer Version. Lars auf Max und Max aus kurzer Distanz ins rechte Eck. Und diesmal auch in den Augen des Schiris korrekt. 3:0 und Halbzeit.

Feldkirchen versuchte nach dem Wechsel nochmals mehr Druck auszuüben, um zeitnah einen Anschlusstreffer zu markieren. Richtig gefährlich wurde es allerdings nicht. In Minute 54. gab es nach einem Foul einen Freistoß für unsere Jungs. Ideale Position für einen Linksfuß. So legte sich der eingewechselte Eldar Kavazovic den Ball am Sechzehner in halbrechter Position zurecht. Sein Schuss, nun ja, sein etwas schärferer und genau auf den Feldkirchener Keeper Maximilian Puhl gezielter Versuch, wäre normalerweise ein Leichtes für den Torhüter gewesen. Nur hatte dieser wohl nicht den besten Tag erwischt. Wie der Ball dann im Netz einschlagen konnte, konnte sich weder Maximilian noch die anderen Zuschauer erklären. Egal, 4:0 und in gewisser Weise die Vorentscheidung. Und dann begann dieses Spiel auch das Spiel des Michi Kraxenberger zu werden. All das, was in Hälfte eins nicht gelang, gelang unserem Wirbelwind nun am laufenden Band. Vor allem die richtigen Annahmen, die perfekten Abspiele und auch dann auch endlich die Abschlüsse. Erstmals in der 65.ten. Nach einem schönen Zusammenspiel mit Eldar platzierte er die Kugel rechts unten. Nur sieben Minuten später ließ sich auch Philip Zetterberg nicht lumpen und spielte eine Klasseaktion mit Michi. Der wiederum zeigte endlich wieder seine Entschlossenheit. Mit Hilfe des Torhüters, auch wenn die Kugel leicht abgefälscht war, flutschte das Ding zum 6:0 in die Maschen. Zwischenzeitlich war mal wieder TSV-Edeljoker Mika Hanssum ins Spiel gekommen. Auch er durfte ran. Auch eine Klassekiste, die Mika im Stile von Usain Bolt mit höchster Geschwindigkeit abschloss. Top! Man schrieb Minute 83.. Jetzt war man so richtig im Modus, obwohl der Trainer mehrfach gewechselt hatte. Vor allem Kraxei ! Dem hatte Mikas Tor so gut gefallen, dass er von links im Vollspeed nochmals versuchte Mika ein weiteres aufzulegen. War es jetzt seine technische Überlegenheit, oder seine technische Unfähigkeit oder reine Selbstsucht auf der Suche nach der Torjägerkanone, dazu wollte sich der Spieler nach dem Spiel vor den Kameras nicht genau äußern, schlenzte er den Ball als Flanke getarnt unter das obere Lattenelement der Feldkirchener. Auch da sah der Torhüter nicht allzu brillant aus. Auch egal. 8:0. Das sollte dann auch der Endstand sein.

In dieser Höhe war dieser Sieg sicher nicht zu erwarten. Heute funktionierte offensiv viel, hinzu kam eine schwache Torwartleistung und eine harmlose Offensive des TV.  Die Kombination aus alldem machte diesen Kantersieg möglich. Er wird und darf kein Maßstab für die kommenden Aufgaben sein. Jeder wird dies richtig einordnen, um dann fokussiert und konzentriert in die beiden kommenden Heimspielaufgaben gegen Nussdorf und Riedering zu gehen. Bis dahin sind noch ein paar Tage Zeit. Bis dahin wird das Team weiter alles tun, um am Ende der Saison den maximalen Erfolg einzufahren.

GUAD GMACHT JUNGS, WEIDA GEHDS…HAUDS NEI!!!

AUFSTELLUNG: Leppert, Steinbauer, Otte ©, S.Bender, L.Bender, Wiesböck,, Zetterberg, Kraxenberger, Faltner, Urth, Reisert         BANK: Ballschmieter, Hanssum, Kavazovic, Fellner, Szekeres